Presseinformation 13. April 2022

In eigener Sache

Liebe Medienschaffende

Wir haben uns so gewünscht, dass wir nach der erfolgreichen Volksabstimmung im vergangenen September mit Ruhe, Kontinuität und etwas mehr Planungssicherheit die Fortschritte und das Gedeihen des Kulturzentrums mit all seinen kniffligen Themen hätten angehen können. Das Gegenteil war leider der Fall. Die letzten Monate waren für den Vorstand und die Geschäftsleitung des Kult-X zermürbend, wenngleich sich das Projekt Kult-X unter unserer Leitung stetig weiterentwickelt und unser Kulturprogramm an Dichte und Qualität nichts eingebüsst hat. Die im Kult-X tätigen und auftretenden Kulturschaffenden waren und sind durchwegs glücklich mit der Betreuung. Sie loben die Atmosphäre und den Ort.

Vergangene Woche haben wir trotzdem schweren Herzens entschieden, an der bevorstehenden Generalversammlung unsere Ämter im Vereinsvorstand niederzulegen und die Arbeit in der Geschäftsstelle des Kult-X Ende Monat einzustellen. Kontraproduktives Verhalten einzelner, nicht in den aktuellen Kulturbetrieb involvierter Personen und Gruppen hat aufgezeigt, dass das Modell eines Trägervereins mit zurzeit 18 Kulturvereinen nicht funktionieren kann. Ähnliche Erfahrungen haben übrigens auch andere Kulturzentren gemacht und ihre Trägerstrukturen daher angepasst.

Uns ursprünglich nahestehende Personen haben die Bemühungen um eine gute, kreative und vor allem aktive Zusammenarbeit eigennützig erschwert. Das Ziel, neue Formen der Kulturvermittlung entstehen zu lassen, war so kaum zu erreichen. Hinzu kommt, dass wir in vielen Belangen von der politischen Exekutive nicht unterstützt wurden. Kolportierten Mutmassungen wurde nicht entgegnet, während wir nichts als unsere Arbeit und unzählige Überstunden leisteten, für die wir zudem fast nichts verdient haben.

Der Mitgliederversammlung schlagen wir nun gute Lösungen vor, damit das Angebot weiter bestehen bleibt, zum Beispiel die Einrichtung eines städtischen Kulturbüros. Die Hoffnung stirbt zuletzt, dass sich doch noch alles zum Guten wendet. Bitte drücken Sie dem Kult-X einmal mehr die Daumen.

Traurig verabschieden wir uns nun und danken Ihnen für Ihr Interesse, Ihre Besuche, Ihre Unterstützung, Ihr Vertrauen und Ihr grosses Wohlwollen uns und dem Kult-X gegenüber.

Jean Grädel, Martina Reichert, Stephan Militz und Christine Forster